Schlussreflexion Lin:K

Was habe ich in Bezug auf meine persönlichen Lernziele erreicht?

Ich habe viel darüber gelernt, wie ich das Web2.0 sinnvoll in meinen Unterricht einbinden kann. Hierbei handelt es sich um ein sehr interessantes Thema, da die Schüler häufig mehr in der digitalen Welt leben als wir Lehrer, selbst dann, wenn wir zur jüngeren Lehrergeneration gehören. Ich kann die Schüler jetzt mit diigo kooperativ Links sammeln lassen, kann sie mit Symbaloo eine eigene Startseite aufbauen lassen und so weiter. Und wenn ich eine ganze Unterrichtseinheit digital gestalten möchte, weiss ich zumindest Grundlagen darüber, wie ein guter Moodle-Server aufgebaut sein müsste, und kann mich bei Bedarf in diese Thematik einlesen.

Welche äusserlichen Faktoren haben mich in meinem Lernprozess gefördert oder behindert?

Es war sehr förderlich, selbst und autonom zu entscheiden, wann man was lernt. Auch die Lernvideos waren gut ausgewählt. So konnte man sich selbst überlegen, wann man Lust hat, etwas für Lin:K zu tun, und das dann erledigen. Ein weiterer förderlicher äusserlicher Faktor ist, dass ich ohnehin immer vom PC aus arbeite und es folglich gewohnt bin, Aufträge am Computer zu erledigen.

Mit welchen Lernstrategien habe ich den Stoff und die Aufgabenstellungen in diesem Modul bewältigt?

Aufgrund der Lernjobs und Rubrics war man als Lernender stets gut geführt, trotz der Autonomie und des selbständigen Arbeitens. Man wusste stets, was und wie man lernen soll. Folglich war meine Strategie, mich an den Lernjobs und Rubrics zu orientieren und die dort gegebenen Aufträge gründlich umzusetzen. Gelernt hat man dadurch häufig nebenbei, so habe ich zum Beispiel beim Erstellen meiner diigo-Linkliste nebenbei viele interessante ICT-Links gefunden kurz überflogen, bevor ich sie integriert habe.

Welche Kompetenzen konnte ich erweitern, ergänzen? Welche neu erwerben?

Ich habe mich endlich einmal mit dem Web2.0 auseinandergesetzt. Früher war zum Beispiel „RSS-Feed“ ein Fremdwort für mich, das ich trotzdem häufig hörte. Nun verstehe ich viele der Web2.0-Konzepte und habe auch gelernt, sie anzuwenden. Ich habe sie nun immer für meinen Unterricht im Hinterkopf.

Was ist mir in Bezug auf meine LehrerInnenrolle bewusst geworden?

Ich muss mich stärker als Lerncoach verstehen. Es ist sinnvoll, die Lernenden viel selbst arbeiten zu lassen (wobei ich mir natürlich dafür vorher klare Arbeitsaufträge überlegen muss.) Im Unterricht sollte ich selten Lehrvorträge halten, sondern viel stärker Lernprozesse beobachten und begleiten. Häufig tue ich das aber ohnehin schon.

Was ich sonst noch zu sagen habe zu diesem Lin:K-Modul

Insgesamt handelte es sich um eine willkommene Abwechslung, da Lin:K mal etwas anderes war als die anderen Module. Auch hat mir die Arbeitsatmosphäre gefallen. Der Dozent wirkte stets freundlich, verständnisvoll und kompetent. Und nicht zuletzt lernten wir die geflippte Bloomsche Taxonomie, die davon ausgeht, wenn man mit Create anfängt, werden alle anderen Kompetenzniveaus von alleine abgearbeitet. Diese einfache Idee inspirierte mich zu einigen interessanten Unterrichtssettings, beispielsweise der Aufgabenstellung, die Schüler einen Aufsatz schreiben zu lassen, in dem sie die wichtigsten Aspekte des jeweiligen Themas zusammenfassen. (dafür müssen die Schüler bewerten, was das Wichtigste war. Davor müssen sie das Thema analysieren. Davor müssen sie es verstanden haben, und Faktenwissen eignen sie sich ganz nebenbei auch an.)
Insgesamt war ich mit dem Lin:K-Kurs sehr zufrieden.

e-Assessment abgeschlossen

Soeben habe ich das e-Assessment abgeschlossen. Daher schreibe ich schnell meine Gedanken dazu auf.

Die erste Frage lautete, geeignete Software für ein komplexes Setting auszuwählen: Man musste mit Kollegen gemeinsam einen längeren Text und eine Präsentation erstellen, ohne sich zu treffen oder ein e-Portfolio oder eine Lernplattform zu verwenden. Folglich musste man sich alle benötigte Software einzeln zusammensuchen.

Zunächst empfahl ich klassisch e-mails, in denen man dazu aufgerufen wird, an einer doodle-Abstimmung über einen Termin für eine Videokonferenz teilzunehmen. Die Videokonferenz sollte per Skype durchgeführt werden. Dort sollte im Wesentlichen über die verwendete Software informiert werden. Vorgesehen war dann in einer folgenden Kreativphase ein Austausch in verschiedener Form: In einem Forum sollten generell Diskussionen geführt und Gedanken ausgetauscht werden. Zum Datenaustausch wurde vor allem Dropbox verwendet. Als Präsentationstool war Prezi vorgesehen, und dort sollte (nach einem noch zu klärenden Verfahren) eine Präsentation erstellt werden, sobald die Gruppe sich darüber einig war, was und wie zu präsentieren sei. Abschliessend war dann wieder eine Videokonferenz vorgesehen.

Ansonsten wurden zahlreiche Fragen gestellt, die sich durch Googlen gut beantworten liessen. Beispielsweise war der Unterschied zwischen clientseitiger und serverseitiger Programmierung gefragt. Man musste herausfinden, ob eine gegebene Sprache client- oder serverseitig sei (zB Java clientseitig, PHP serverseitig etc.)

Insgesamt war es möglich, das e-Assessment zu bearbeiten, wobei natürlich an einigen Stellen Vorwissen hilfreich war, so dass man häufig wusste, wo und wie man suchen musste. Ich habe so weit ein ganz gutes Gefühl bei der Sache.

Learning-App erstellt

Soeben habe ich meine erste Learning-App erstellt.

Es war leichter, als ich dachte. Ich bin einfach auf learningapps.org gegangen und habe auf „Neue App erstellen“ geklickt. Dann wurden mir einige Möglichkeiten vorgeschlagen, was für eine App ich erstellen könnte. Die Möglichkeiten waren in die Kategorien Auswahl, Zuordnung, Sequenz, Schreiben, Mehrspieler und Werkzeuge geteilt. Nun hätte ich zum Beispiel Wörter in einem Buchstabensalat finden lassen können, ein Bilder-Zuordnungspuzzle erstellen oder einen Lückentext verfassen können. Ich entschied mich dafür, ein Kreuzworträtsel zu erstellen, und zwar zum Thema „Mathematische Fachbegriffe“ für Erstklässler. Dabei hatte ich im Hinterkopf, welche Fachbegriffe meine Erstklässler schon können.

Jetzt hätte ich eigentlich mit einer gewaltigen Fummelei gerechnet, viel Arbeit damit, die einzelnen Zeilen und Spalten an der richtigen Stelle zu platzieren. Stattdessen musste ich einfach nur Fragen und gewünschte Antworten eingeben! Fand ich super. Und daraufhin wurde automatisch aus meinen Eingaben ein Kreuzworträtsel erstellt. Ich musste noch kurz ein Konto erstellen, damit es auch gespeichert werden konnte (was auch nicht weiter schwer war.) Danach konnte ich nicht widerstehen und habe mein eigenes Rätsel gleich erst einmal selbst gelöst.

Da es jetzt so einfach war, ein Kreuzworträtsel zu erstellen, kann ich so etwas natürlich problemlos im Unterricht einsetzen. Voraussetzung wäre eine Unterrichtseinheit, bei der inirgendwiefern das Lernen gewisser Begriffe im Vordergrund stand. Und dann bekommen die Schüler einfach nur den Arbeitsauftrag: Erstelle ein Kreuzworträtsel, das nach 20 Begriffen aus der aktuellen Unterrichtseinheit fragt. Eine solche Aufgabenstellung hätte natürlich den Vorteil, dass sich Schüler gründlichst mit der Unterrichtseinheit auseinandersetzen müssten. Um die Aufgabe bearbeiten zu können, muss man ja schliesslich nicht nur einfach die wichtigsten Begriffe heraussuchen, sondern auch gründlichst die Bedeutung zu jedem dieser Begriffe klären. Das sollte besonders gut bei Themen geeignet sein, wo die Gefahr gross ist, dass die Schüler es ein wenig haben an sich vorbeirieseln lassen, ohne wirklich drüber nachzudenken.

 

Erstmals e-Learning angewandt

In den letzten Wochen habe ich erstmals selbst im Unterricht ein begleitendes e-learning durchgeführt. Ich möchte kurz meine Erfahrungen schildern.

Die Situation war die Folgende: Die Schüler sollten einen Aufsatz über ein wirtschaftliches Thema schreiben und hatten dazu Info-Material. Um die Kommunikation untereinander zu fördern, wurde ein Forum eingerichtet, in dem die Schüler sich gegenseitig Fragen stellen sowie Erkenntnisse mitteilen sollten. Bewertet wurde der Aufsatz nach Rubrics, und Beteiligung im Forum war eines der zu erfüllenden Bewertungskriterien.

Meine Idealvorstellung wäre gewesen, dass sich in diesem Forum mit der Zeit eine Art gemeinsames Wissen entwickelt, da engagiert miteinander diskutiert wird, und dass langsamere Schüler dann aufgrund dieses Forums leichter einen Einstieg in dieses Thema finden würden. Ich habe mir sogar schon überlegt, wie ich reagiert hätte, wenn hinterher die ganze Klasse etwa den gleichen Aufsatz abgeliefert hätte, weil man sich im Forum eben auf eine gemeinsame Sichtweise geeinigt hätte: Meines Erachtens hätten sich dann auch alle eine sehr gute Note verdient.

Leider war mein Gesamtfazit dann aber eher durchwachsen. Das Forum wurde von den meisten Schülern eher als lästige Pflicht gesehen. Hauptproblem war, dass viele Schüler der Generation WhatsApp gar nicht mehr wissen, wie man ein Forum verwendet! Als wir damals jung waren, benötigten wir noch ein Forum, um zu kommunizieren, weil es uns einfach zu teuer war, ständig eine SMS zu schreiben. Aber da SMSen heute umsonst ist, scheint für viele Schüler das „klassische“ Web 2.0 schon fast wieder out zu sein. Mich irritierte es jedenfalls, als fast kein Schüler wusste, wie man in einem Forum einen Thread erstellt, beziehungsweise alle angaben, das noch nie gemacht zu haben. Aber na gut, dann haben sie eben etwas gelernt.

Inhaltlich wurden im Forum schon einige interessante Fragen aufgeworfen, und je näher der Abgabetermin rückte, desto mehr wurde sichtbar, dass sich die Qualität der Beiträge deutlich steigerte (weil die Schüler eben angefangen hatten, die Thematik zu durchdenken.) Aber wir waren leider doch weit davon entfernt, dass sich im Forum grosse Erkenntnisse herausgebildet hätten, auf die man Aufsätze hätte aufbauen können. Eher wurden nur Detailfragen diskutiert. Schade eigentlich.

Nichtsdestotrotz werde ich bei Gelegenheit wieder mal ein Forum einrichten, vielleicht mal vor einer Prüfung. Dies ist allein schon sinnvoll, um zu testen, wie viele der Schüler vielleicht doch den Sinn dieses Mediums erkannt haben und es jetzt sinnvoll nutzen können.

Scratch

Wie versprochen, stelle ich euch heute Scratch vor, mein Lieblings- E-learning-tool.

Scratch sieht auf den ersten Blick und für den naiven Betrachter aus wie ein lustiges, aber nutzloses Spielzeug. Schaut man aber nur ein wenig hinter die Kulissen, entdeckt man sofort, dass Scratch nicht weniger ist als eine vollständige Programmiersprache. Von den Schülern wird es nicht gleich als solche erkannt, aber trotzdem (oder gerade deswegen?) sind die Schüler sofort imstande, mit Scratch zu programmieren.

Im Wesentlichen besteht die Programmierarbeit bei Scratch daraus, vorgefertigte Bausteine zu Programmen zusammenzusetzen. Diese Bausteine haben intuitiv verständliche Beschriftungen wie „Wiederhole fortlaufend“, „drehe um 15 Grad“, „wird Farbe … berührt?“ oder einfach „+“. Im Unterricht entfällt es fast komplett, den Schülern die Funktionsweise dieser Bausteine erklären zu müssen, da sie aufgrund der Beschriftungen die Funktionsweise selbst erfahren.

Die Bausteine sind so gebaut, dass sie sich nur zu funktionsfähigen Programmen zusammensetzen lassen. In fast allen Bausteinen sind Lücken, in die man andere Bausteine einsetzen kann. Die Form der Lücke verrät, welcher Typ Baustein hier eingesetzt werden muss, und es lassen sich nur Bausteine der richtigen Form einsetzen. Auf diese Weise werden Syntaxfehler (sozusagen „Grammatikfehler“, die verhindern, dass der Computer ein Programm versteht) unmöglich gemacht: Ein für einen Computer unverständliches Programm lässt sich gar nicht erst zusammensetzen!

Ein Vorteil von Scratch ist, dass die Schüler also sofort kreativ selbst Programme erstellen, ohne ständig das Frustrationserlebnis zu haben, dass mal an einer Stelle ein Semikolon fehlt (das man dann stundenlang suchen muss). Weiter fällt es weg, erst einmal sehr viel für Schüler unverständlichen Code schreiben zu müssen um auch nur ein simples Resultat wie eine „Hello World“-Ausgabe zu erhalten. Stattdessen ermöglicht es Scratch, direkt mit interessanten Algorithmen einzusteigen. Hat man nämlich einen Algorithmus erst einmal verstanden, ist es nicht allzu schwer, ihn in Scratch umzusetzen. Und es ist für Schüler ein wahnsinniges Erfolgserlebnis, wenn ein selbst geschriebenes Programm erstmals auch nur eine simple Aufgabe erledigt.

Mein Fazit ist, dass ich auch in Zukunft Scratch gerne und häufig im Unterricht einsetzen werde.

 

Die nächsten sechs Tasks…

Nun habe ich auch die sechs Tasks der Sektion „Technische Aspekte“ durchgearbeitet. (einige davon habe ich schon in den Weihnachtsferien erledigt, aber noch nicht darüber gebloggt.)

Task 1 beschäftigte sich mit Grafikformaten. Ich fand ihn ganz spannend, da die Unterschiede und Vor- / Nachteile der verschiedenen Formate gif, jpeg, png und svg gegenübergestellt wurden.

Task 2 handelte von Bildbearbeitung. Fand ich sehr interessant, da man ja schon tausendmal in den Medien gehört hat, dass Bildbearbeitung ständig geschieht. (Promis lassen ihre Fotos retuschieren etc.) Ich hätte nie gedacht, dass es so einfach geht und man es in wenigen Minuten selbst hinbekommt. Die grosse Schwierigkeit bestand dann nur darin, möglichst wenig Spuren zu hinterlassen. In einem der beiden Bilder sollte ich zB ein Schiff retuschieren, und an der Stelle, wo das Schiff war, befindet sich jetzt dreimal nebeneinander derselbe Entenschwarm. Nichtsdestotrotz: Hätte ich das Bild in der Zeitung gesehen, wäre ich doch nie auf die Idee gekommen, die winzigen Enten zu vergleichen und zu bemerken, dass sich die Schwärme zu ähnlich sehen. Als unaufmerksamen Leser hätte man mich also täuschen können. Folglich habe ich mir vorgenommen, mal gezielt in Zeitungen nach offensichtlich retuschierten Bildern zu suchen, die die gleichen minimalen Mängel haben wie unsere Bildbearbeitungsprodukte. Zugegeben arbeiten aber bei Zeitungen Profis, und ich bin mir nicht sicher, ob es mir gelingen wird, eins zu finden. Wenn doch, poste ich es natürlich hier.

Die Tasks 3 und 4 beschäftigten sich noch einmal mit Internet-Grundlagen: Task 3 lieferte vor allem in Form eines Web-based Training (WBT) Informationen zum Web. Task 4 prüfte diese dann mit einem HotPotatoes-Test ab. Beides interessante Web-Anwendungen, die sich natürlich auch für meinen Unterricht verwenden lassen würden.

Task 5 informierte mich über Web2.0 und forderte mich erneut auf, darüber zu philosophieren. Die Gedanken, die ich äusserte, gingen in eine ganz ähnliche Richtung wie die in meinem ersten Blogeintrag, und folglich werde ich sie hier nicht wiederholen.

Task 6 schliesslich forderte mich einfach nur auf, die bereits erledigten LernJobs zu erledigen. Mir war das gar nicht bewusst, dass man das erst tun sollte, nachdem man die anderen Tasks erledigt hatte. Jedenfalls war ich dann doch recht beruhigt, die Aufgabe bereits abgehakt zu haben.

Abschliessend kann ich sagen, dass wieder einmal ein grösserer Block Arbeit geschafft ist. Was jetzt noch zu tun ist, ist, mein e-learning-Tool (Scratch) vorzustellen. Ich denke, dass ich morgen früh dafür Zeit habe. Im Anschluss werde ich hier natürlich darüber berichten.

Symbaloo, diigo und feedly

Okay, die nächsten Lernjobs sind grösstenteils erledigt. Diesmal war es etwas umfangreicher.

Zunächst einmal war eine Symbaloo-Startseite zu erstellen (davon habe ich letztes Mal schon geschrieben.) Im Grossen und Ganzen funktioniert Symbaloo etwa so, wie ich es mir vorgestellt habe: Man kann Kacheln erstellen, die dann auf Websites verlinken. Interessant ist, dass man aber nicht nur Website-Kacheln einbinden kann, sondern auch „Nachrichten“-Kacheln, „Radiostation“-Kacheln und „Eingebettet“-Kacheln. Eine Nachrichtenkachel öffnet keine Website, sondern zeigt einen RSS-Feed in der centerbox an. Eine „Eingebettet“-Kachel wird nur in der Centerbox geöffnet, öffnet also keine neue Website. Die „Radiostation“-Kachel öffnet, wie der Name schon sagt, einen Webstream eines Radiosenders. Letztere Funktion habe ich übrigens eben getestet: Ich habe auf „Kachel suchen“ geklickt, dann „Radio“ eingegeben und mir eine Kachel mit einem Radiostation-Symbol herausgesucht, nämlich von Radio Berlin. Anklicken führte dazu, dass sich ein Webstream öffnete, aber Sound habe ich dennoch keinen gehört. Bisher habe ich noch keine Ahnung, woran das lag.

Diigo hat mich ein wenig Nerven gekostet. Ich habe die Toolbar installiert, mich angemeldet und wurde dann erneut aufgefordert, mich anzumelden. Ich meldete mich erneut an und wurde erneut aufgefordert, mich anzumelden, und so weiter. Nach einer halben Stunde kam ich auf die Idee, dass ich meinen Browser wohl so sicher eingestellt habe, dass er meine Login-Informationen nicht speichert. Eigentlich eine gute Sache, aber dank diigo ist das jetzt nicht mehr so. Herunterschrauben meiner Sicherheitseinstellungen führte dann dazu, dass diigo jetzt einwandfrei funktioniert. (kann man aus diesen Zeilen herauslesen, dass ich folglich mit einer negativen Grundeinstellung an diigo herangegangen bin…?) Jedenfalls fand ich dann auf Max‘ diigo-Linksammlung einige doch interessant klingende Links, die ich bei Gelegenheit mal lesen werde. (Ich gebe andererseits zu, dass ich gerade eher die Arbeitseinstellung habe, zuerst dringend nötige Arbeiten zu erledigen und erst danach einmal Sachen zu lesen, die mich interessieren. Und es gibt gerade viel dringend nötige Arbeit… andererseits lernt man auch viel.)

Die Blog-Hausaufgabe betrachtete ich dann einfach mal als erledigt.

Schliesslich habe ich mich noch bei einem RSS-Reader namens feedly angemeldet und einige feeds abonniert. Das ging diesmal schnell, weil ich ja schon im Symbaloo-Lernjob die Aufgabe hatte, Feeds zu abonnieren. Also viermal Copy&Paste und fertig war der Job. Und an dieser Stelle war ich ein wenig unerfreut über Redundanzen. Es würde doch reichen, sich in einer Umgebung anzumelden. Symbaloo ist doch super, und von dort aus scheine ich alles Wesentliche zu können. Aber scheinbar muss ich ja jetzt jeden meiner Lernschritte in Symbaloo, Mahara, diigo und Moodle dokumentieren? Zugegeben sehe ich den Sinn davon nicht und hoffe ein wenig, mich jetzt bei genügend Diensten angemeldet zu haben

Zweite Präsenzsitzung

Langsam sehe ich ein wenig Licht am Ende des Tunnels. Heute, in der zweiten Präsenzsitzung, war mir schon viel klarer, welche Aufgaben für LINK so zu erledigen sind. (Nebenbei bemerkt: Ich finde es superspannend, zu protokollieren, wie wenig Durchblick ich am Anfang noch habe. Vielleicht werde ich in 5 Monaten meine Postings von hier lesen und mittlerweile mit den ganzen Webdiensten wie selbstverständlich umgehen. Dann lese ich verwundert, wie wenig ich am Anfang verstanden habe, und kann dann mein eigenes Lernen reflektieren.)

Im Rahmen der neuen Lernjobs sollen wir uns in Symbaloo eine persönliche Lernumgebung (abgekürzt auf Englisch: PLE, personal learning environment) erstellen. Ein erster Blick auf Symbaloo zeigt, dass Symbaloo nicht nur als Lernumgebung geeignet ist, sondern generell eine gute Startseite darstellt. Der Benutzer kann sich auf sogenannten Kacheln Links zu anderen Websites, aber auch Feeds, Notizblöcke oder ein Google-Suchfenster anzeigen lassen. Klingt durchaus sinnvoll. Ich werde dem Ganzen jedenfalls mal eine faire Chance geben und es in Zukunft für meine LINK-Arbeit verwenden. (Sinnvoll ist es mit Sicherheit, gerade wenn ich mich im Verlauf des LINK-Kurses auch weiterhin jede Woche mit einer neuen Plattform auseinandersetzen darf 😛 )

Ausserdem sollen wir in Diigo eine Social-Bookmarking-Seite aufbauen. Diese hat den Vorteil, dass wir unsere Links mit anderen teilen können und die anderen immer die aktuelle Version unserer Lieblingslinks sehen.

Die dritte Aufgabe, einen Blog aufzusetzen, betrachte ich einmal als abgehakt…

Vierte Aufgabe ist, ein RSS mit Feedly aufzubauen. RSS gehört zu den Abkürzungen, die man ständig hört, aber von denen ich bis heute noch nicht wusste, was sie bedeuten. Es steht für „Really Simple Syndication“. Sinn eines RSS-Feeds ist offenbar, einen schnellen Überblick über eine Reihe von mir ausgewählter Blogs zu bekommen.

Ich merke so langsam: Web2.0 hat doch seinen Reiz… da gibt es schon einige interessante Möglichkeiten. Tja, wenn ich jetzt nicht sicher wüsste, dass im Web wohl etwa alles überwacht wird, käme ich vielleicht sogar auf die Idee, mich an einigen Sachen wesentlich aktiver zu beteiligen…

 

Was habe ich sonst heute aus der Präsenzveranstaltung so mitgenommen? Wohl vor allem die Idee, mal Videos zu drehen, in denen ich Beispielaufgaben rechne. Eines der Ergebnisse der Hattie-Studie war, dass Videos sehr stark positiv mit Lernerfolg korreliert sind. Es macht ja, wenn man mal drüber nachdenkt, wirklich Sinn, statt eine Aufgabe an der Tafel zu rechnen, sie vorher vor der Kamera zu rechnen. Dann vollziehen die Schüler selbst, jeder für sich, jeden Schritt nach und können zurückspulen, wenn sie mal etwas nicht verstanden haben. Doch, das sollte ich mal ausprobieren.

Ansonsten melde ich mich hier wieder, wenn ich einige der Lernjobs erledigt habe. Ich denke mal, dann kann ich mich kompetenter als jetzt zu der Thematik äussern.

Erste Eindrücke

In der Zwischenzeit habe ich mich mal ein wenig mit Moodle und Mahara beschäftigt.

Mahara scheint ganz interessant zu sein. Scheinbar ist eine der Hauptfunktionen, sogenannte Views zu erstellen. Das Prinzip funktioniert folgendermassen: Ich erstelle in Mahara irgendwas oder lade es hoch. (Blog / Textdokument / Bild / File / …) Dann kann ich diese Daten beliebig zu Views zusammengruppieren. Diese Views schalte ich dann für einige Benutzer frei. Gibt schon Anwendungssituationen dafür. Zum Beispiel könnte ich ja speziell für eine Lerngruppe (sagen wir mal, Mathe-Fachdidaktik) eben gerade nur genau die Informationen zusammenstellen, die genau diese Lerngruppe interessiert. Dann muss sich keiner mehr ewig durch Daten wühlen, sondern bekommt von mir genau die Daten die ihn (zu) interessieren (haben.) Klingt recht praktisch. Was jetzt natürlich noch fehlt, ist eine Anwendungssituation, in der ich wirklich einmal damit arbeite. Probieren geht über studieren…

In Moodle habe ich noch nicht so recht erkannt, wofür man es genau alles nutzen kann. Die Frage, die ich mir stelle, ist: Was genau kann Moodle eigentlich, was ein ganz normaler Webspace nicht kann? Sprich, wo sind die grossen Vorteile von Moodle gegenüber „Wir laden alle Dateien auf eine herkömmliche Webspace hoch und jeder kann sie passwortgeschützt wieder runterladen und zusätzlich bieten wir noch ein Forum an“? Okay, einen kleinen Vorteil kenne ich schon: Man kann die Leute in Moodle Tests schreiben lassen. Aber ich bin optimistisch, dass es noch weitere gibt und ich sie nur noch nicht kenne.

Ansonsten schwebt mir schon so langsam eine Idee vor, was ich gerne implementieren würde: Eine Mathe-Lernumgebung fürs Rechnen! Also für Bruchrechnung, Rechnen mit Kommazahlen etc. Die Schüler werden getestet, wie gut sie die jeweiligen Rechenarten beherrschen, und je nach Beherrschung werden automatisch leichtere oder schwierigere Aufgaben gestellt. Dafür müsste ich aber einen Aufgabengenerator programmieren. Und dafür bräuchte es Zufallszahlen bzw. irgendeine Möglichkeit, als Kursersteller selbst zu programmieren. Meine grosse Frage beim Studium von Moodle ist nun: Stellt mir Moodle irgendwelche Hilfs-Tools dafür zur Verfügung, so dass es leichter für mich ist, ein solches Projekt mit Moodle zu realisieren, als einfach in PHP selbst zu programmieren? Eigentlich sollten ja viele der von mir für ein solches Projekt benötigten Bausteine auch für andere nützlich sein, und vielleicht hat jemand schon etwas Entsprechendes in Moodle implementiert? Bin mal gespannt…

 

Und los gehts…

Endlich komme ich dazu, mich mal hinzusetzen und etwas für Link zu tun.

Gerade bin ich noch ziemlich am Anfang. Vor mir liegt das Plakat, das wir in der ersten Präsenzveranstaltung ausgeteilt bekommen haben. In der Mitte steht „Internet“ und rundherum die Webprojekte Mahara, Moodle, WordPress, Diigo, delicious, iGoogle und Ilias. Alles für mich noch böhmische Dörfer, wie meine Oma jetzt sagen würde. Klar, von Moodle habe ich schon viel gehört, und für Mathe-Fachdidaktik war ich schon öfter auf Ilias unterwegs. Und was ein Blog ist, sagt mir auch was. Aber bis jetzt habe ich im Grossen und Ganzen noch keine Ahnung, was da auf mich zukommt.

Liegt vielleicht auch daran, dass ich irgendwann begonnen habe, diese ganze Web2.0-Geschichte kritisch zu sehen. Der erste Schockmoment für mich war vor etlichen Jahren, als ich mitbekam, dass andere sehen, auf welchen StudiVZ-Seiten ich so unterwegs bin. Noch mal, soll das also heissen, ich surfe anonym und fühle mich sicher vor dem heimischen Rechner, und auf einmal wundern sich lauter Leute von früher, die man offiziell gar nicht mehr kennen will, was man auf ihrer Page macht? Nicht gut. Da weiss man gar nicht mehr, ob man jetzt vor dem eigenen Rechner beobachtet ist oder nicht.

Na ja, okay, einige Jahre lang war ich trotzdem recht unvorsichtig damit, Spuren im Netz zu hinterlassen. Gibt’s nicht zu der Frage, die mich gerade beschäftigt, irgendein Forum, wo irgendwelche Freaks seit Jahren schon dieses Thema diskutieren? Die klare Antwort war immer: Ja! Es gibt zu jedem denkbaren Thema ein Forum im Internet. Und immer gibt es eine Community, die das Thema seit Jahren diskutiert und nichts anderes im Kopf hat. Und nie wurde man dort nett behandelt. Meines Erachtens scheint es eine spezielle Sorte von Freaks zu geben, die sich ein Vergnügen daraus machen, unwissende Leute im Netz fertig zu machen und blosszustellen. (Kennt ihr folgendes Phänomen? Ihr googled eine Frage, die ihr euch stellt. Dann findet ihr ein Forum, wo sich jemand die gleiche Frage gestellt hat. Anschliessend findet ihr zwanzig Beiträge, in denen der Fragesteller heruntergeputzt wird, dass er dumm ist und wie er sich überhaupt eine solche Frage stellen kann und wieso er nicht einfach gegoogled hat. Und im 21. Posting macht sich vielleicht doch mal einer die Mühe, die Frage zu beantworten.) Meine Theorie ist, dass solche Leute deswegen so viel im Netz schreiben, weil im echten Leben einfach keiner ihre Meinung hören will 😛 Um Marc-Uwe Klings Känguru zu zitieren: „Das Gute am Internet ist, dass hier jeder offen seine Meinung sagen kann. Das Schlechte ist, das es auch jeder tut.“ …

… und was tue ich hier gerade? Selbst nen Vortrag halten, der so lang wird, dass mir im echten Leben vielleicht keiner so lange zugehört hätte. Und wunderbar vom Thema abkommen und über das Netz philosophieren, obwohl ich doch eigentlich anfangen wollte, etwas für LINK zu tun. Okay, genug davon, jetzt melde ich mich mal bei WordPress an und sende diesen Eintrag ab. Jedenfalls nicht unter irgendeinem Namen, unter dem mich jemand findet. (Meine Frau hat nach einem Forenpost von mir, dessen Inhalt ich ihr schilderte, satte 2 Minuten gebraucht, um herauszufinden, in welchem Forum es war und wie dort mein Benutzername ist! Ich bin schwer gespannt, wann der erste Schüler ankommt und sagt: „Haha, Herr X., ich habe Ihren Blog gefunden, war gar nicht so schwer, und weil Sie darüber philosophiert haben, wie leicht es ist, im Netz Leute zu finden, sage ich Ihnen mal, dass Sie Recht haben…“) Netterweise fängt WordPress übrigens gleich so an, mir meinen kompletten Vor- und Nachnamen als Blognamen vorzuschlagen, weil es ihn aus meiner Mail-Adresse generiert hat. Beruhigend…