Schlussreflexion Lin:K

Was habe ich in Bezug auf meine persönlichen Lernziele erreicht?

Ich habe viel darüber gelernt, wie ich das Web2.0 sinnvoll in meinen Unterricht einbinden kann. Hierbei handelt es sich um ein sehr interessantes Thema, da die Schüler häufig mehr in der digitalen Welt leben als wir Lehrer, selbst dann, wenn wir zur jüngeren Lehrergeneration gehören. Ich kann die Schüler jetzt mit diigo kooperativ Links sammeln lassen, kann sie mit Symbaloo eine eigene Startseite aufbauen lassen und so weiter. Und wenn ich eine ganze Unterrichtseinheit digital gestalten möchte, weiss ich zumindest Grundlagen darüber, wie ein guter Moodle-Server aufgebaut sein müsste, und kann mich bei Bedarf in diese Thematik einlesen.

Welche äusserlichen Faktoren haben mich in meinem Lernprozess gefördert oder behindert?

Es war sehr förderlich, selbst und autonom zu entscheiden, wann man was lernt. Auch die Lernvideos waren gut ausgewählt. So konnte man sich selbst überlegen, wann man Lust hat, etwas für Lin:K zu tun, und das dann erledigen. Ein weiterer förderlicher äusserlicher Faktor ist, dass ich ohnehin immer vom PC aus arbeite und es folglich gewohnt bin, Aufträge am Computer zu erledigen.

Mit welchen Lernstrategien habe ich den Stoff und die Aufgabenstellungen in diesem Modul bewältigt?

Aufgrund der Lernjobs und Rubrics war man als Lernender stets gut geführt, trotz der Autonomie und des selbständigen Arbeitens. Man wusste stets, was und wie man lernen soll. Folglich war meine Strategie, mich an den Lernjobs und Rubrics zu orientieren und die dort gegebenen Aufträge gründlich umzusetzen. Gelernt hat man dadurch häufig nebenbei, so habe ich zum Beispiel beim Erstellen meiner diigo-Linkliste nebenbei viele interessante ICT-Links gefunden kurz überflogen, bevor ich sie integriert habe.

Welche Kompetenzen konnte ich erweitern, ergänzen? Welche neu erwerben?

Ich habe mich endlich einmal mit dem Web2.0 auseinandergesetzt. Früher war zum Beispiel „RSS-Feed“ ein Fremdwort für mich, das ich trotzdem häufig hörte. Nun verstehe ich viele der Web2.0-Konzepte und habe auch gelernt, sie anzuwenden. Ich habe sie nun immer für meinen Unterricht im Hinterkopf.

Was ist mir in Bezug auf meine LehrerInnenrolle bewusst geworden?

Ich muss mich stärker als Lerncoach verstehen. Es ist sinnvoll, die Lernenden viel selbst arbeiten zu lassen (wobei ich mir natürlich dafür vorher klare Arbeitsaufträge überlegen muss.) Im Unterricht sollte ich selten Lehrvorträge halten, sondern viel stärker Lernprozesse beobachten und begleiten. Häufig tue ich das aber ohnehin schon.

Was ich sonst noch zu sagen habe zu diesem Lin:K-Modul

Insgesamt handelte es sich um eine willkommene Abwechslung, da Lin:K mal etwas anderes war als die anderen Module. Auch hat mir die Arbeitsatmosphäre gefallen. Der Dozent wirkte stets freundlich, verständnisvoll und kompetent. Und nicht zuletzt lernten wir die geflippte Bloomsche Taxonomie, die davon ausgeht, wenn man mit Create anfängt, werden alle anderen Kompetenzniveaus von alleine abgearbeitet. Diese einfache Idee inspirierte mich zu einigen interessanten Unterrichtssettings, beispielsweise der Aufgabenstellung, die Schüler einen Aufsatz schreiben zu lassen, in dem sie die wichtigsten Aspekte des jeweiligen Themas zusammenfassen. (dafür müssen die Schüler bewerten, was das Wichtigste war. Davor müssen sie das Thema analysieren. Davor müssen sie es verstanden haben, und Faktenwissen eignen sie sich ganz nebenbei auch an.)
Insgesamt war ich mit dem Lin:K-Kurs sehr zufrieden.

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e-Assessment abgeschlossen

Soeben habe ich das e-Assessment abgeschlossen. Daher schreibe ich schnell meine Gedanken dazu auf.

Die erste Frage lautete, geeignete Software für ein komplexes Setting auszuwählen: Man musste mit Kollegen gemeinsam einen längeren Text und eine Präsentation erstellen, ohne sich zu treffen oder ein e-Portfolio oder eine Lernplattform zu verwenden. Folglich musste man sich alle benötigte Software einzeln zusammensuchen.

Zunächst empfahl ich klassisch e-mails, in denen man dazu aufgerufen wird, an einer doodle-Abstimmung über einen Termin für eine Videokonferenz teilzunehmen. Die Videokonferenz sollte per Skype durchgeführt werden. Dort sollte im Wesentlichen über die verwendete Software informiert werden. Vorgesehen war dann in einer folgenden Kreativphase ein Austausch in verschiedener Form: In einem Forum sollten generell Diskussionen geführt und Gedanken ausgetauscht werden. Zum Datenaustausch wurde vor allem Dropbox verwendet. Als Präsentationstool war Prezi vorgesehen, und dort sollte (nach einem noch zu klärenden Verfahren) eine Präsentation erstellt werden, sobald die Gruppe sich darüber einig war, was und wie zu präsentieren sei. Abschliessend war dann wieder eine Videokonferenz vorgesehen.

Ansonsten wurden zahlreiche Fragen gestellt, die sich durch Googlen gut beantworten liessen. Beispielsweise war der Unterschied zwischen clientseitiger und serverseitiger Programmierung gefragt. Man musste herausfinden, ob eine gegebene Sprache client- oder serverseitig sei (zB Java clientseitig, PHP serverseitig etc.)

Insgesamt war es möglich, das e-Assessment zu bearbeiten, wobei natürlich an einigen Stellen Vorwissen hilfreich war, so dass man häufig wusste, wo und wie man suchen musste. Ich habe so weit ein ganz gutes Gefühl bei der Sache.

Learning-App erstellt

Soeben habe ich meine erste Learning-App erstellt.

Es war leichter, als ich dachte. Ich bin einfach auf learningapps.org gegangen und habe auf „Neue App erstellen“ geklickt. Dann wurden mir einige Möglichkeiten vorgeschlagen, was für eine App ich erstellen könnte. Die Möglichkeiten waren in die Kategorien Auswahl, Zuordnung, Sequenz, Schreiben, Mehrspieler und Werkzeuge geteilt. Nun hätte ich zum Beispiel Wörter in einem Buchstabensalat finden lassen können, ein Bilder-Zuordnungspuzzle erstellen oder einen Lückentext verfassen können. Ich entschied mich dafür, ein Kreuzworträtsel zu erstellen, und zwar zum Thema „Mathematische Fachbegriffe“ für Erstklässler. Dabei hatte ich im Hinterkopf, welche Fachbegriffe meine Erstklässler schon können.

Jetzt hätte ich eigentlich mit einer gewaltigen Fummelei gerechnet, viel Arbeit damit, die einzelnen Zeilen und Spalten an der richtigen Stelle zu platzieren. Stattdessen musste ich einfach nur Fragen und gewünschte Antworten eingeben! Fand ich super. Und daraufhin wurde automatisch aus meinen Eingaben ein Kreuzworträtsel erstellt. Ich musste noch kurz ein Konto erstellen, damit es auch gespeichert werden konnte (was auch nicht weiter schwer war.) Danach konnte ich nicht widerstehen und habe mein eigenes Rätsel gleich erst einmal selbst gelöst.

Da es jetzt so einfach war, ein Kreuzworträtsel zu erstellen, kann ich so etwas natürlich problemlos im Unterricht einsetzen. Voraussetzung wäre eine Unterrichtseinheit, bei der inirgendwiefern das Lernen gewisser Begriffe im Vordergrund stand. Und dann bekommen die Schüler einfach nur den Arbeitsauftrag: Erstelle ein Kreuzworträtsel, das nach 20 Begriffen aus der aktuellen Unterrichtseinheit fragt. Eine solche Aufgabenstellung hätte natürlich den Vorteil, dass sich Schüler gründlichst mit der Unterrichtseinheit auseinandersetzen müssten. Um die Aufgabe bearbeiten zu können, muss man ja schliesslich nicht nur einfach die wichtigsten Begriffe heraussuchen, sondern auch gründlichst die Bedeutung zu jedem dieser Begriffe klären. Das sollte besonders gut bei Themen geeignet sein, wo die Gefahr gross ist, dass die Schüler es ein wenig haben an sich vorbeirieseln lassen, ohne wirklich drüber nachzudenken.