Scratch

Wie versprochen, stelle ich euch heute Scratch vor, mein Lieblings- E-learning-tool.

Scratch sieht auf den ersten Blick und für den naiven Betrachter aus wie ein lustiges, aber nutzloses Spielzeug. Schaut man aber nur ein wenig hinter die Kulissen, entdeckt man sofort, dass Scratch nicht weniger ist als eine vollständige Programmiersprache. Von den Schülern wird es nicht gleich als solche erkannt, aber trotzdem (oder gerade deswegen?) sind die Schüler sofort imstande, mit Scratch zu programmieren.

Im Wesentlichen besteht die Programmierarbeit bei Scratch daraus, vorgefertigte Bausteine zu Programmen zusammenzusetzen. Diese Bausteine haben intuitiv verständliche Beschriftungen wie „Wiederhole fortlaufend“, „drehe um 15 Grad“, „wird Farbe … berührt?“ oder einfach „+“. Im Unterricht entfällt es fast komplett, den Schülern die Funktionsweise dieser Bausteine erklären zu müssen, da sie aufgrund der Beschriftungen die Funktionsweise selbst erfahren.

Die Bausteine sind so gebaut, dass sie sich nur zu funktionsfähigen Programmen zusammensetzen lassen. In fast allen Bausteinen sind Lücken, in die man andere Bausteine einsetzen kann. Die Form der Lücke verrät, welcher Typ Baustein hier eingesetzt werden muss, und es lassen sich nur Bausteine der richtigen Form einsetzen. Auf diese Weise werden Syntaxfehler (sozusagen „Grammatikfehler“, die verhindern, dass der Computer ein Programm versteht) unmöglich gemacht: Ein für einen Computer unverständliches Programm lässt sich gar nicht erst zusammensetzen!

Ein Vorteil von Scratch ist, dass die Schüler also sofort kreativ selbst Programme erstellen, ohne ständig das Frustrationserlebnis zu haben, dass mal an einer Stelle ein Semikolon fehlt (das man dann stundenlang suchen muss). Weiter fällt es weg, erst einmal sehr viel für Schüler unverständlichen Code schreiben zu müssen um auch nur ein simples Resultat wie eine „Hello World“-Ausgabe zu erhalten. Stattdessen ermöglicht es Scratch, direkt mit interessanten Algorithmen einzusteigen. Hat man nämlich einen Algorithmus erst einmal verstanden, ist es nicht allzu schwer, ihn in Scratch umzusetzen. Und es ist für Schüler ein wahnsinniges Erfolgserlebnis, wenn ein selbst geschriebenes Programm erstmals auch nur eine simple Aufgabe erledigt.

Mein Fazit ist, dass ich auch in Zukunft Scratch gerne und häufig im Unterricht einsetzen werde.

 

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